Gladbeck 13.01.2015, WAZ


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Rheinische Post
30. Januar 2018
"Boogie Connection" heizt im "Löwen" mächtig ein
Kevelaer. "Auf dem Weg zu einem Boogie-Woogie-Konzert in Gelsenkirchen bot mir die
Band ,Boogie Connection' einen Freitagabend-Termin für ein Konzert im ,Löwen' in Kevelaer
an", berichtet Wirtin Irmgard Baers über das Zustandekommen ihrer ersten Veranstaltung
2018 in Kevelaer. Dass sie mit dieser Band, die schon zum wiederholten Mal in Kevelaer
gastierte und sich hier anscheinend auch schon eine feste Fangemeinde aufgebaut hat, einen
guten Fang gemacht hatte, zeigte das ausverkaufte Konzert. Leider mussten auch viele Fans
der Band abgewiesen werden.
Wer erwartet hatte, dass das seit 27 Jahren bestehende Trio Abnutzungserscheinungen zeigte,
war überrascht, denn im Laufe des Abends heizten Pianist Thomas Scheytt, Gitarrist und
Sänger Christoph Pfaff und Schlagzeuger Hiram Mutschler während ihrer zwei Sets den
Zuhörern mächtig ein. Begann die Band mit dem "San Francisco Bay Blues" von J. Fuller und
dem Song "Fine Brown Frame" von G. Cartierro noch etwas zurückhaltend, steigerten sich
Rhythmus und Lautstärke mit den Stücken "When I'm Drinking" von W.J. Dupree und dem
"Boogie Woogie Stomp" von A. Ammons". Was dann folgte, war alles, was auch nur im
Ansatz mit Blues, Boogie und Soul zu tun hatte.
Immer für eine fulminante Solo-Einlage am E-Piano gut, zeichnete sich schon früh ab, dass
Thomas Scheytt in glänzender Form war. Da wurden nicht nur reibungslos und rasant die
verschiedenen Rhythmen an den Tasten angeschlagen, auch die Beine wollten einfach nicht
stillhalten, und dieses Wippen übertrug sich dann auf E-Piano, Klavierhocker und Zuhörer.
Seine gelungenen Piano-Einlagen bei Stücken wie "Walter's China Boogie" von A. Ammons
oder der Eigenkomposition "Boogie Woogie Transpiration" waren einfach immer wieder
mitreißend und wurden vom Publikum mit johlendem Applaus bedacht.
Christoph Pfaff - brillant an der Gitarre und gefühlvoll-rockig im Gesang - lief zur
Höchstform auf bei Stücken wie "Sweet Little Sixteen" von C. Berry oder "Good Golly Miss
Molly" von R. Blackwell. Wenn er seine Bluesharp auspackte und loslegte, da stimmte
einfach alles: naturreiner Blues, sauber gespielt und wirkungsvoll in Szene gesetzt.
Hiram Mutschler, ein sympathischer Drummer, war die eigentliche Überraschung des
Abends. Voller guter Laune schaffte er es, selbst seine beiden Mitspieler in Staunen zu
versetzen. Seine Interpretationen der Songs verzückte die Zuhörer und wurden mit reichlich
Zwischenapplaus belohnt.
Da passte einfach alles zusammen im "Goldenen Löwen", gute Live-Musik und eine tolle
Atmosphäre, ein Clubkonzert vom Feinsten!


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